25. Januar 2017 Erster Eintrag

Nun ist es endlich soweit, lange habe ich überlegt ob ich ein Blog eröffnen soll oder nicht. Ich habe mich dafür entschieden. Denn ich weiss, es gibt so viele andere wundervolle Menschen da draußen, die Hilfe benötigen, sich aber nicht helfen lassen; aus den unterschiedlichsten Gründen. Dies gibt eine kleine "Einführung", wie alles bei mir begann. Dann wird meinGefühl mir schon zeigen, worüber ich als nächstes schreiben werde.Bei mir fing letztes Jahr im Sommer alles an. Mir ging es sehr sehr schlecht. Was ist mit sehr sehr schlecht gemeint? Es war Anfang Juni, scheinbar alle Menschen um mich herum waren fröhlich. Ihnen ging es gut. Sie lachten, konnten die Sonnenstrahlen genießen, eingen fuhren in Urlaub, sie aßen Eis, waren an der frischen Luft. Und ich? Was war mit mir nur los? Der Todestag meiner Mutter rückte näher. Da ging es mir immer schlecht. Aber so schlecht? Ich ging meiner Verpflichtung auf der Arbeit nach, ansonsten verkroch ich mich nur noch auf der Couch. Den Fernseher an, die Decke bis zum Kinn und schaute aus dem Fenster. "Möchtest du etwas essen?", fragte mich meine Schwiegermutter. "Ich habe keinen hunger.", antwortete ich. Wieso sollte ich auch was essen? Während ich schon fast apartisch aus den Fenster starrte, machte ich mir Gedanken über meinen Abgang. Wie konnte ich mein Leben beenden? Wie ging es ziemlich schnell, dennoch so dass ich keinen Unbeteiligten mit in diese Sache zieh. Kein anderer sollte darunter leiden, dass ich das alles nicht mehr mochte, - mein Leben. Nun fuhr ich mit dem Auto an den Fluss. Ich war mir sicher, mit dem Messer würde es klappen. Ich schneide mir die Pulsadern auf. Wird ja nicht so schwer sein...dachte ich. Heute weiss ich, dass das totaler Blödsinn ist. Einfach so, geht das nicht. Nun ja, also saß ich im Auto und hörte eine schönes, dennoch trauriges Lied.- Ich dachte keine Sekunde nur an all die lieben Menschen, die ich hier hinterlassen würde. Wie egoistisch kann ein Mensch nur sein??!! Also öffnete ich das Klappmesser und setzte es an. Mir liefen die Tränen über´s Gesicht. Und dann passierte es, kräftig schnitt ich mir in den Arm... Aber gar nichts passierte. Das Messer war stumpf. Vielleicht war dies mein neues Leben, welches ich mir von nun an hart erarbeiten musste. Ich fuhr nach Hause und rief meinen Mann an, welcher gerade für ein paar Tage nicht zu Hause war. Erzählte ihm alles und sagte ihm, dass ich nicht mehr kann. Leider war er 2.000km weit weg. Also konnte er mir nicht helfen, selbst wenn er wollte. An diesem Tag war Sonntag, die Chance zu meinem Arzt zu gehen, blieb aus. Klar ich hätte in eine Klinik gekonnt, doch das wollte ich auf keinen Fall. Nun, ich war so erschöpft, dass ich einschlief und erst wieder am nächsten Morgen aufwachte.Es war Montag, sofort rief ich auf meinener Arbeitsstätte an und meldete mich krank. Ich konnte einfach nicht mehr. Ich war auch an diesem Morgen wieder nur am weinen. Bei meiner Hausärztin kam ich sofort dran und konnte ich alles erzählen. Sie war die Erste Ärztin, mit der ich über alles redete....(Morgen folgt der Zweite Teil)

26.1.17 00:06, kommentieren

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